Wie du als Mama schreibst

Wie du als Mama schreibst

Du wirst bzw. bist Mama und auch Schreibende? Gratuliere! Die Geburt eines Kindes stellt dein Leben auf den Kopf: deinen Alltag, deinen Körper und auch dein Schreiben.

Oft kommen diese Veränderungen nicht Schlag auf Schlag, sondern schleichend. Deswegen will ich dir heute etwas darüber erzählen, wie die Geburt meiner Kinder mein Leben als Schreibende (privat und beruflich) verändert hat.

Erwartungen an die Zeit als Mama

Gerade dann, wenn es dir als werdende Mama während deiner Schwangerschaft gut geht, wird die große Veränderung in deinem Leben noch nicht so spürbar. Ja, ich weiß schon, du bist nervös, aufgeregt, und verstehst theoretisch total gut: Alles verändert sich natürlich, aber die Realität sieht oft doch anders aus.

Ich konnte auch während meiner Schwangerschaften gut schreiben, obwohl ich beim privaten Schreiben gemerkt habe, dass ich nicht mehr ganz so in die Tiefe vordringen konnte. Vielleicht war der Platz dafür einfach blockiert. 😉

Es war für mich klar, dass ich auch nach der Geburt weiterschreibe und auf mich zukommen lasse, wie alles funktionieren wird.

Anfangs lief das auch ohne Probleme, ich konnte sogar in den ersten Tagen nach der Geburt noch zwei fällige Seminararbeiten schreiben, aber je mehr ich in dieses Mamasein „hineingewachsen“ bin, desto befremdlicher wurden manche Verhaltensweisen, die von außen an mich herangetragen wurden.

Die Erwartungen von anderen an die Mama

Den ersten „negativen“ Beigeschmack habe ich zu spüren bekommen, als eine Kooperationspartnerin, die ich aus terminlichen Gründen (Seminartermin) über die Schwangerschaft informiert habe, mir „erklären“ wollte, wie sich die meisten Frauen nach einer Schwangerschaft und Geburt fühlen würden, und dass ich genau deswegen dieses Seminar als „frische“ Mama nicht machen könne.

Wie du vielleicht weißt, ist Selbstbestimmung einer meiner Grundwerte, das hat mir dann natürlich so gar nicht geschmeckt. Zu dem Zeitpunkt war ich von dieser Kooperationspartnerin auch ziemlich enttäuscht, weil sie sich in der Öffentlichkeit als Feministin darstellt und dann mit solchen patriarchalisch besetzten „Ach, ich weiß, wie sich Mamas fühlen – das kannst du nicht“-Untergriffen um die Ecke kommt.

Nachdem dieser „Kampf“ ausgefochten war – und das Seminar ließ sich problemlos als Mama wuppen – kamen mein privates Bedürfnis nach Austausch mit anderen Mütter – das Problem dabei: Das Leben von vielen diesen Mütter war ausschließlich von Baby und Mann dominiert, das bedeutet, dass ich beim Ansprechen meines Schreibens sofort auf Unverständnis stieß, weil sie mein Bedürfnis danach nicht verstanden.

Mein Bedürfnis, auch ohne Baby ständig über Babythemen zu sprechen, hielt sich Grenzen, denn jede/r von uns braucht auch Raum für sich. Daher waren sowohl die beruflichen als auch die „Mama-Riege“-Erwartungen äußerst befremdlich für mich und ich suchte Wege, mich damit auf meine Weise zu arrangieren.

Schreibende Mama, steh für dich ein!

Für mich hat es einige Zeit gedauert, bis ich verstanden habe, dass ich die Erwartungen der anderen nicht erfüllen muss. Ich kann mit einem frischgebackenen Baby daheim sitzen und trotzdem schreiben. Ich darf und muss mir in der Nacht oder am Morgen die Zeit nehmen, meine Morgenseiten schreiben und damit glücklich sein.

Lass dir von anderen nicht vorschreiben (auch wenn nur indirekt durch die „gut gemeinten“ Ratschläge), wie du dich zu fühlen, benehmen, verhalten, entwickeln etc. hast.

Selfcare ist gerade für Mütter ein wichtiges Thema, nimm dir die Zeit, die du für das Schreiben brauchst. Je älter dein Kind wird, desto mehr profitiert auch die Beziehung und Bindung zwischen euch von deinem privaten Schreiben. Wenn du als Mutter einen Raum für die Reflexion deiner Gefühle hast, kannst du Ballast abladen, deine Glaubenssätze reflektieren, Klarheit bekommen etc.

Schreibe dann, wenn du müde bist, wenn du schreien möchtest, das Gefühl hast, das alles zu viel wird, aber schreibe auch dann, wenn es so schön ist, dass du weinen möchtest, alle Gefühle sind erlaubt.

Nimm dir diesen Raum und schreibe! 💖

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