Musenkuss

Meereswellen, die deine Seele mit Inspiration und Liebe füllen? Wogen, die dich überfluten und doch wieder zu der machen, die du eigentlich bist? Darauf zu warten, dass eine Muse dich küsst, kann frustrierend sein, da fühlt es sich doch liebevoller an, wenn du selbst dir den Musenkuss herbeizaubern kannst.

Musen haben eine lange Tradition von der Antike bis zum 20. Jahrhundert, eine der letzten berühmten im Wiener Umfeld war die lebensfrohe Alma Mahler-Werfel. Die Muse existiert in einem Spannungsfeld von Inspiration und kreativ passivem Objekt, das zur Kunst inspiriert. Da mich dieser Aspekt besonders fasziniert, teile ich heute meine Gedanken zu diesem Thema mit dir!

Warum ein Musenkuss?

Dieses Bild der Muse, die dir geneigt ist, sich zu dir beugt und dir durch ihre Zuwendung die Inspiration schenkt, selbst kreativ zu werden – es fasziniert mich, und fordert mir zugleich viel Widerwillen ab. Einerseits entferne ich mich in meinem Zugang zum Schreiben immer wieder aufs Neue von dieser abhängigen Inspirationssuche, ich setze mich hin und schreibe, dabei entsteht ein Text. Andererseits fasziniert mich als Künstlerinnenseele natürlich dieses Bild der mächtigen Frau, die dich inspirieren und künstlerisch führen kann, dein größtes Kunstwerk zu schaffen. Ein allzu romantisierendes Bild, das natürlich kaum etwas anderes als Blendwerk ist, ein Spiegel für den künstlerischen Selbstbetrug.

Der Musenkuss steht für mich immer im Halbdunkel des Todeskuss. Was passiert, wenn ich mich von ihm abhängig machte? Wenn die Muse mich am langen Arm verdursten lässt und am Ende meine kreative See austrocknet?

Musenkuss 2.0

Was passiert, wenn ich mich von meiner Muse emanzipiere und sie nicht mehr die Deutungsgewalt über mein künstlerisches Schaffen hat? Ich plädiere für den Musenkuss 2.0: Künstlerische Verantwortung dafür, dass ich mir selbst die Inspiration für meine Kunst verschaffe.

Der Musenkuss entsteht in meinem Schreiben, durch meine Wahrnehmung, ich trommle die Gedanken auf Papier, lausche und erkenne, was ich gesucht habe.

Werde selbst deine Muse, indem du wahrnimmst, sammelst, sortierst, ordnest, neue Strukturen erschaffst und dadurch das Fundament für dein kreatives Haus legst. Du tauchst in die Tiefe ein, ohne zu werten, nimmst, was du brauchst und schaust, wie es zu deinem Werk und Leben passt.

Willst du (d)einen Musenkuss?

Am 29. Juli ist es so weit, da gibt es eine neue Journaling-Schreibnacht und alles dreht sich dabei um den Musenkuss, (d)einen Musenkuss. Nein, du musst weder malen noch singen noch tanzen, aber du darfst! 😉

Du tauchst in deine kreative Welt ein, in dein Meer, deinen See, deinen Teich, … und gehst genau dorthin, wo du oft im Alltag nicht hinkannst, zu deinen kreativen Wurzeln, zu dem, was dir hilft, Leichtigkeit und Spiel auch im Alltag zu leben. Zu dem, was dir die schönen sehnsuchtsvollen Momente verschafft.

In drei Stunden füllen wir unseren kreativen inneren See auf, sammeln Bilder, Töne, Inspiration, nutzen sie beim Schreiben und tragen sie ein Stück weit in unseren Alltag. Damit die Ideen wieder gut fließen können. 🐟

Freitag, 29. Juli 2022, 20:00-23:00 Uhr (Eintritt in den Zoom-Raum: ab 19:40 Uhr)

Dauer: 3 Stunden (20:00-23:00 Uhr, Einlass in den Zoom-Raum ab 19:40 Uhr)

Kosten: 30 Euro pro Journaling-Schreibnacht

Verbindliche Anmeldung: per E-Mail an mich 😊

Anmeldefrist: Mittwoch, 23:00 Uhr vor der jeweiligen Schreibnacht

Praktische Hinweise: Am Tag der Schreibnacht erhältst du deinen Zugangslink per E-Mail. Solltest du den Link nicht bis spätestens 16:00 Uhr des Journaling-Schreibnacht-Tages erhalten, dann checke bitte deinen Spam-Ordner und/oder schreibe mir eine E-Mail!

Sei dein Musenkuss!

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