„Meine Texte müssen perfekt sein, bevor ich sie veröffentliche, oder?“

Meine Texte müssen perfekt sein, bevor ich sie veröffentliche, oder

Hörst du dieses leise Raunen, das durch die nächtlichen Gassen zieht? Es flüstert: „Perfekt, perfekt, deine Texte müssen perfekt sein.“ Du sitzt vor deinem Laptop, deine Finger umkreisen die Tasten, wagen nicht darauf zu drücken. „Wäre dieses Wort perfekt?“

In meinem heutigen Blogartikel präsentiere ich dir einen Mindfuck, den viele meiner KundInnen haben: Sie glauben, nein, sie sind fest davon überzeugt, dass ihre Texte perfekt sein müssen, bevor sie diese veröffentlichen oder vorlesen dürfen.

Du erfährst heute mehr über den Hintergrund dieses Glaubenssatzes und wie du dich davon lösen kannst.

„Ich muss perfekt sein, bevor ich mich zeigen darf.“

Oft lauert hinter dem Perfektionsanspruch an die eigenen Texte der Gedanke, dass du dich selbst nicht unperfekt zeigen darfst. Du willst dich nicht roh und verletzlich zeigen. Der Grund dafür liegt darin, dass wir im Alltag oft Menschen begegnen, die wir am „Ende“ ihrer Entwicklung sehen: Wenn ich einen Malermeister bei seiner Arbeit beobachte und sehe, wie geschickt und schnell er seine Vorbereitungsarbeiten erledigt, einen Raum streicht und ihn am Ende ohne viel Putzaufwand verlässt, dann bin ich baff. Das kann ich doch nie! Was ich nicht sehe: Die Erfahrungen, die er über Jahre gesammelt hat, seine Fehler, seine Unperfektionen etc., aus denen er gelernt hat. Hätte er diese Dinge nicht gelernt, könnte er jetzt seine Arbeit nicht so gut und „perfekt“ machen.

„Texte müssen perfekt sein, wenn sie nach draußen gehen, oder?“

Ähnlich wie mit dem Maler ist es mit deinen Texten. Du schreibst vor dich hin, holst dir vielleicht ab und zu Feedback, aber du gehst nicht auf die Spielwiese nach draußen: Du veröffentlichst nicht deinen Blogartikel, du schreibst nicht deinen Newsletter oder du drückst nicht den Veröffentlichen-Button für deine Website. Warum nicht? Es sollte perfekt sein, nicht wahr?

Diese Form der Perfektion existiert nicht. Ich finde Seth Godins Einstellung dazu interessant, da es gar nicht um Perfektion beim Schreiben geht, sondern um die Entwicklung, den Prozess.

Diese Entwicklung und der Fortschritt finden nicht statt, wenn du dich immer innerhalb deiner Komfortzone bewegst.

Das Unbehagen und die Angst vor dem Feedback der Außenwelt gehören dazu!

Was haben Punk-Fanzines mit deinem Schreiben zu tun?

Ich liebe Fanzines, je punkiger und rauer der Stil ist, desto mehr liebe ich sie. Und nein, ich sage dir jetzt nicht, dass deine Website-Texte räudig und deine Blogartikel ranzig aussehen sollen, damit die Leute sie lieben. 😉

Was ich an diesen Fanzines liebe, ist die „I just do what I want to do“-Einstellung. Du machst das, worauf du Bock hast, wie früher, als du noch Jugendliche/r warst. Ich wette, du hast auch einigen Mist verzapft, aber du hast viele Dinge zum ersten Mal ausprobiert, und manche davon liebst du bis heute.

Die Verbindung von zwei Seelen (in deiner Brust)

Es geht nicht nur darum, wild und unbekümmert zu schreiben, das stimmt. Ein zweiter wichtiger Teil ist das Strukturieren, Einholen von Feedback und das Überarbeiten. Feedback soll nicht Zwang sein, es soll deine Aufmerksamkeit auf das lenken, was bei deinem lesenden Gegenüber ankommt. Sieh konstruktives Feedback nicht als Kritik, sondern als Denkanstoß, wie du was weiterentwickeln könntest.

Zusammen geben dir diese zwei Aspekte massig Power: Einerseits stürmst du schreibend voran und entdeckst neue Welten, andererseits reflektierst du regelmäßig, was du wie erweitern, verbessern, ändern etc. könntest.

Also: Vergiss die Perfektion und lebe den Prozess!


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